May 2nd, 2008 Tiere, Pflanzen, Pilze – Holocaust der Tiere?
pflanzenneswegs. Ich halte lediglich das “Esst weniger/kein Fleisch, wegen
> > der armen Tiere” fuer eine willkuerliche moralische Schranke, die
> > irgendjemand aufgestellt hat, um andere zu nerven. Oder was ist der
> > Grund, warum sich niemand aufregt, wenn man Pflanzen isst? Sind sie
> > die schlechteren Lebewesen? Oder haben z.B. Kopflaeuse weniger Recht
> > auf ein artgerechtes Leben in ihrer natuerlichen Umgebung als
> > Huehner?
>
> Quatsch, das ist doch eine lächerliche Argumentationsweise. Es gibt
> sehr wohl Unterschiede zwischen einer Kopflaus und einem Schwein.
Das es Unterschiede gibt, ist mir schon klar. Die Frage ist nur,
warum das Toeten des einen Tiers weniger ein moralisches Problem ist
als das Toeten des anderen.
> Ich
> finde schon, daß man nicht einfach so Insekten töten sollte, also aus
> Spaß oder so, aber da setze ich für mich schon grenzen. Ich würde
> mich nicht sehr für Mücken einsetzen. ![]()
Interessant, wie Sie so moralische Grenzen ziehen.
> Man wird von den Insekten auch als Nahrung angesehen, also quasi
> angegriffen. *g* Läuse haben ein Recht darauf, nur wenn sie mich
> jucken dann will ich sie loswerden.
Interessante Sichtweise.
Und was haben Ihnen Salate, Karotten, etc. angetan, damit Sie kein
Problem damit haben sie zu toeten?
Und ist es nicht moralisch verwerflich das Fenster zu oeffnen und
damit geradezu herauszufordern, dass eine Stechmuecke sticht und man
sie daraufhin “loswerden” will?
> Das ist aber ein Unterschied zum
> gezielten Abschlachten von Tieren nur weil Menschen sich an zu viel
> Fleisch gewöhnt haben.
Tiere darf man toeten, wenn sie laestig sind, aber nicht, wenn sie
ihre Existenz einzig und allein dem Fleischkonsum zu verdanken haben?
Hmmm… vielleicht sollte man schlicht und einfach alle Kuehe
freilassen und wenn die dann so gemuetlich die Strassen blockieren
und jedem laestig werden, dann koennte man sie ja mit ruhigem
Gewissen toeten.
Waere doch eine Idee, oder?
> Ich hab keine Haustiere. Aber Kinder sind da schon ein bischen besser
> drauf, wenn sie ohne irgendwelche Umschweife anmerken, daß die
> Schlachtung von Tieren blöd ist. Vorallem wenn es nicht nötig ist.
Wenn es nicht noetig ist, faellt mir auch nichts ein, was eine
Schlachtung fuer einen Sinn machen wuerde.
> Moral? Ich rege mich schon drauf auf. Warum ist es weniger
> verwerflich Tiere zu züchten und abzuschlachten als Menschen?
Warum ist es weniger verwerflich Pflanzen zu zuechten und
abzuschlachten als Tiere? Ich denke die Antwort ist beides mal die
selbe.
> Ist es
> nicht so, daß in der Behandlung der schwächsten Teile der Umwelt der
> Charakter der Menschen zum Ausdruck kommt?
Also auf die Schnelle wuerde ich sagen, dass die Pflanzen am
wenigsten faehig sind sich zu wehren und damit wohl den schwaechsten
Teil der Umwelt ausmachen.
Und wie ist Ihre Meinung dazu?
> Des weiteren ist es einfacher egoismus. Ist dir bewusst wieviele
> Milliarden Euro Subventionen an die Viehzucht gehen?
Wenn ich raten muesste, dann wohl ungefaehr soviel wie an die
Pflanzenzucht gehen. Aber ich mag mich da irren.
> Die ganzen
> Bauern. Von Steuergeldern bezahlte Aufzucht, von Steuergeldern
> bezahlte Vergiftung der Grund und Böden, und der Fleischberge. Mir
> geht es auf den Sack daß überall Fleisch sein muß, und wenn es nur
> “Rauchspeck” in Maggi Suppentüten ist.
Ach ja, die Bauern.
Aber die “Stadtmenschen” sind da viel schlimmer. Die vergiften
naemlich die Umwelt genauso und tun meist wesentlich weniger zur
Erhaltung der selben.
> [...]
Kann es sein, dass Sie etwas zum Plappern neigen?
> ziehen, damit sie schneller wächst. Oder aber so etwas wie Doping bei
> den Pseudo FitnessMenschen. Sie vergiften sich.
`
Genauso wie Raucher, Trinker, Veganer, Vielesser, …
Aber bei sowas mache ich niemandem Vorschriften und halte es fuer
wesentlich bedenklicher wenn jemand meint anderen eine “gesunde
Lebensweise” aufzwingen zu muessen.
> Sicher, aber Massentierhaltung ist so unnatürlich, daß die
> natürlichen Vorgänge bei den Tieren mit Chemikalien unterdrückt
> werden. Oder nur übertüncht. Und das ist auch gefährlich. Es hat
> schon einen Grund warum wir Menschen kein “ungesund” aussehendes
> Fleisch mögen. Denn es ist UNGESUND. Und wenn das Fleisch mit
> Schminke auf “gesund” getrimmt wird, dann Essen wir ungesundes
> Fleisch und vergiften uns.
Gilt auch fuer pflanzliche Nahrung. Und dass Sie sich immer nur auf
den Teilaspekt Fleisch<->ungesund fixieren, finde ich irgendwie
merkwuerdig.
> Man braucht mehr Land, also weniger Wilde Natur, um 1 KG Fleisch
> herzustellen, ganz Abstrackt gesagt.
Im Prinzip ja. Allerdings glaube ich nicht, dass ein Landwirt seine
Felder “renaturiert”, wenn er stattdessen darauf etwas produzieren
koennte.
In dem Fall muesste man schon brachliegende Felder subventionieren.
> Wieviel vom hergestellten Weizen
> wird für Viehnahrung benutzt und wieviel für direkte
> Nahrungsherstellung? Wie war das? 7 Kg Weizen für 1 Kg Fleisch. Das
> ist die Verschwendung. Vorallem wenn der größte Teil der Menschheit
> hungert.
Ich denke nicht, dass es einen Unterschied macht, ob der groesste
Teil der Menschheit trotz eines Fleischberges oder trotz eines
siebenfach groesseren Weizenberges hungert.
> Das spricht _nicht_ gegen das Fleischessen, sondern gegen
> massenhaftes Fleischessen und herstellen für Gummibärchen,
> Suppenbeutel, Leberkäs, Leberwürschte und all das Zeug wo man eh
> nicht mehr erkennt daß es Fleisch ist, sondern das nur noch danach
> Schmeckt,
Also ich sehe da keinen wirklichen Grund, warum das gegen
Gummibaerchen
