Re: Wie wär’s mit BÄUME PFLANZEN!?!?!!!! – Treibhausgas in die Tiefsee


pflanzenr, allerdings da schon in fröhlicher Eintracht mit Sulfationen,
> in Kalk ähnlich stabil mit Carbonationen, in Zement mit Silicationen
> etc. Alles sehr stabile Verbindungen, die man nur mit erheblicher
> Energiezufuhr dazu bringen kann, ihre Partner aufzugeben, die
> wiederum bei Gips und Kalk in Form von Schwefeloxiden bzw.
> Kohlendioxid frei werden.
Dass ein Chemiewerk kontraproduktiv wäre, hatte ich schon geahnt
(weil man ja ähnliche Argumentationen, wie Wasser zu Wasserstoff,
schon verfolgt hatte). Aber gerade was Wasserstoffproduktion durch
Algen angeht, gibt es ja wirklich funktionierende System. Die Algen
werden in Glasröhren durch die Gegend gepumpt, die Sonne scheint
drauf und die Algen produzieren Wasserstoff. Energieeinsatz ist der
Pumpenstrom und der übliche Algendünger (wahrscheinlich Stickstoff,
Phosphor, Kalium, Kalzium *augen verdreh* und ein paar andere).
> Zum Absorbieren von Kohlendioxid (Säure)
> brauchst du eine Base wie Calciumoxid. Gips als neutrales Salz nützt
> dir erst mal gar nix, und das Gewinnen von Calciumoxid aus Gips
> verlagert das Problem nur auf die dann arbeitslosen
> Schwefelverbindungen.
Ich überlege gerade ob Schwefel ein stabiles Element ist. Glaube
schon. Was die Wiederverwertung angeht fallen mir vor allem
Schwefelbäder ein. Bei dem derzeitigen Ayurveda-Wellness-Hype
wahrscheinlich kein Renner. Oder Zündhölzchen. Na ja. Vielleicht
müsste man den Markt für Schwefel erst noch ausweiten.
> Dass Korallen, Schnecken etc. für ihren Knochenkalk Kohlendioxid aus
> der Luft binden, wäre mir neu. Meiner Meinung nach beschränken sie
> sich auf Ionenaustausch mit spurenweise im Wasser gelösten Calcium-
> und Carbonationen.
Korallen besorgen sich die meisten Stoffe über die Zooxanthellen
(symbiotische Algen). Die verstoffwechseln das im Wasser gelöste
Kohlendioxyd. In der Wikipedia ist der Kalkbildungsvorgang aus CO2
unter Kalkstein / Kalkstein-Formen / Kalkstein angesprochen. Aber du
hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass da auch Ionen beteiligt
sind ;-)
Ich persönlich hätte ja angesichts der weltweit wahrhaft monumentalen
Beweise für die Alltäglichkeit der Kalkbildung in und um Korallen, in
bewärter alchemistischer Art vermutet, dass sich Kohlendioxid beim
Ansichtigwerden einer Koralle spontan zu Kalk umwandelt und von
dieser als Belohnung eingelagert wird. Während diesem Atemzug fällt
mir auch noch die Steinlaus ein, die sich ihre Kohlenstoffportionen
in deutlich größeren als atomaren Happen genehmigt, der Kalkbildung
aber entgegen wirkt.
Biologische Methoden zur Kalkherstellung und -verarbeitung sind also
gegeben. Muss man sie halt noch anwenden und nicht unterdrücken, wie
das in den Korallenbänken derzeit gang und gäbe ist.
> > Neben Graphit ist auch Diamant gut gepackt.
>
> Schon, aber um den herzustellen, brauchst du immense Mengen Energie.
> Das ist zur Kohlendioxidvermeidung eher kontraproduktiv.
Kommt natürlich drauf an, wie die Energie erzeugt wird.




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